Blog, Chile

Nationalpark Huerquehue – Einmalige Begegnungen mit Mensch, Tier und Natur

Uralte Aurakarienbäume, tiefblaue Seen und beeindruckende Wasserfälle erwarten einen im etwa 125 km² großen Nationalpark Huerquehue. Vor allem seine Ursprünglichkeit und unangetastete Schönheit locken Touristen, aber auch Einheimische, immer wieder aufs Neue an.

Vier Tage verbringen wir in wohl einem der berühmtesten Nationalparks Südchiles. Und das nicht ohne Grund: umgeben von jahrhundertealten Bäumen fühle ich mich selbst ganz klein und spüre wie die Natur auf mich wirkt. Besonders die Aurakarienbäume faszinieren mich, denn ich staune über ihre fast  50 Meter Höhe und ihren Stammdurchmesser von bis zu zwei Metern. Es sind wahre Riesen, die jedem Wind und Wetter zu trotzen scheinen.

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IMG_1107Die Blätter des Aurakarienbaumes

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IMG_1920Der Wasserfall Salto Nido de Aguila

Eine unserer Übernachtungen führt uns zu einem Zeltplatz am Weißen Fluss Rio Blanco. Dort lassen wir unsere Muskeln im heißen Wasser der natürlichen Thermen entspannen und beobachten wie langsam die Welt um uns herum von der Sonne in ein ganz besonderes Licht getaucht wird.

IMG_1054Die Natürlichen Thermen des Rio Blanco.

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Schon nach ein paar Stunden begegnen wir kaum noch anderen Wanderern. Die unendliche Dichte und Wildnis der Wälder umhüllt uns. Meist ist der Weg gut ausgeschildert, doch auf einmal sind wir vom Weg abgekommen. Umgestürzte Bäume und Gestrüpp versperren uns die Sicht. Ganz plötzlich taucht ein schwarzer wilder Hund auf. Ehe wir es uns versehen, bahnt er sich einen Weg durch das Unterholz und wir ahnen es schon. Doch als wir auf einmal wieder den blauen Wanderpunkt entdecken, können wir es kaum glauben, dass dieser Hund uns tatsächlich zurück auf den Weg geführt hat. Als ich mich umschaue, ist er jedoch wie vom Erdboden verschluckt.

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Am Ende unserer Wanderung kommen wir ein zweites Mal an der Schutzhütte des Refugios Tinquilco vorbei. So ausgehungert und erschöpft wie wir sind, entschließen wir uns dazu, dort unsere letzte Nacht zu verbringen. Tatsächlich war es die beste Entscheidung, die wir hätten treffen können. Es herrscht eine ganz besondere Atmosphäre in diesem Refugio und die inspirierenden Gespräche bis tief in die Nacht, sowie die Kochkünste des Besitzers Patricio bleiben noch lange in meinen Gedanken zurück.